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Nistkasten für Wiedehopf

Konstruktionsplan der LBV Kreisgruppe Roth / Schwabach*.

Optimiert aufgrund der Erfahrungen am Oberrhein und im Wagram (Niederösterreich).

März 2018

Foto Klaus Bäuerlein

* maßgeblich durch Erhard Korzer

Frontseite

40 40

Links (Klappen-seite)

Lüftungsschlitze

Einstiegshilfe (aufgeschraubte Leiste)

Alle Maße in mm

Rückseite

40 40

Lüftungsschlitze

Bohrungen für Montageleisten (7 mm)

Schräge Löcher

f. Klappen-verschluss mit lose versenkten Nägeln.

Linkes Seitenteil (zum Öffnen)

LüftungsschlitzeSchräge Löcher für Verschluss (wenn Seitenteil per Hand zu öffnen sein soll, müssen die Bohrungen 0,5 mm größer sein, damit Nägel auch bei gequoll-enem Holz leicht entfernbar sind.

Nägel dann einfach lose versenken)*

* Siehe Anmerkung zum Schluss des Dokuments: zur Sicherung vor unbefugter Öffnung ggf. fest verschrauben!

Gesamtansicht

Aufgeschraubte Leiste als Einstiegshilfe

Schräg versenk-barer oberer Nagel zum leichten Öffnen und Verschliessen des seitlichen Deckels.

(Bohrung muss 0,5 mm größer sein, damit Nagel auch bei gequoll-enem Holz leicht entfernbar ist.)

Rückseite

Versenkbare Nägel als Verschluss für den seitlichen Deckel

Lüftungsschlitze

Bohrungen für Montageleisten (7 mm)

Rückseite mit Montageleisten

Seitenteil

Innenansicht

In den hinteren Nestbereich möglichst etwas Einstreu geben.

Z.B.: gehäckselter Rindenmulch in Gesamtstärke von 2-3 cm.

Falls helles Holz verwendet wird, Innenseite möglichst dunkel einlassen.

Dazu giftfreie Farbe oder Beize verwenden.

(siehe unten, Materialtipps)

Abnehmbarer Deckel - Innenseite

Untere Leiste sitzt innen auf Bodenplatte auf

Einflugloch mit Aufstiegshilfe von innen

Schlitze nicht durchgehend (Außenseite intakt)

Bodenansicht

Bodenplatte leicht versenkt (10mm Tropfkante)

Tipps zu Materialien und Herstellung 1.) Als Material wurden haltbare Siebdruckplatten verwendet, 15mm Stärke.

Erhältlich z.B. bei OBI 2,5 x 1,25m, lt. Preisliste (Obi NM, 2017) 71,84.-€ pro Platte. Preisnachlässe sind möglich: Verhandlungssache.

2.) Hilfreiche Werkzeuge:

Eine geführte Handkreissäge und für die Zuschnitte eine Tischkreissäge. Wichtig bei den Zuschnitten ist ein exakter 90° Winkel und die Maß-Wiederholgenauigkeit.

Für die Bohrung des Einfluglochs gibt es z.B. bei Hornbach für knapp über 10.-€:

Lochsäge Wolfcraft Bi-Metall Ø 51 mm, Art. 7416288. Bohrloch mit Schmirgelpapier glätten, dann kommt man auf optimalen Lochdurchmesser.

3.) Lüftungsschlitze wurden mit einer Lamellenfräse / Flachdübelfräse (mit Tiefeneinstellung) gefräst.

4.) Freistehende Schnittkanten wurden mit Buntlack versiegelt.

5.) Schrauben zur Verbindung der Montageleisten mit dem Kasten.

40 mm lang, 5mm Durchmesser.

6.) Farbe für Innenanstrich von hellem Holz (entfällt bei Verwendung der dunklen Siebdruckplatten): Bitte unbedingt giftfreie Farbe verwenden.

Z.B.: „B.Carbolin“ auf Plfanzenölbasis (in Baumärkten erhältlich).

Tipps zu Herstellung und Anbringung 1.) Die Maße des Nistkastens sind als Richtwerte zu verstehen. Bei Änderungen in der Konstruktion ist v.a. auf folgende wesentlichen Merkmale zu achten, die möglichst wenig verändert werden sollten:

=> Die Grundfläche des Kastens muss ausreichend groß sein, damit Nest und die Jungen Platz haben.

=> Das Einflugloch muss seitlich versetzt angebracht sein, damit das Nest und die Jungen sich vom Einflugloch entfernt zurückziehen können. Jedoch nicht weniger als 8 cm Abstand zwischen Loch und Seiten- bzw. Deckenplatte sind wichtig, da die Vögel sonst mit ihren Flügeln innen anstoßen würden. Eine Lochdurchmesser von 51-52 cm hat sich im Wagram bewährt.

2.) Sicherung der Kästen vor unerwünschter Öffnung durch Dritte:

Da die Nistkästen für Wiedehopf in vielen Fällen relativ niedrig über den Boden angebracht werden, sollte man für den Anbringungsort darauf achten, dass die Aufhängeorte nicht von Wegen aus erkennbar sind, die Kästen ggf. auch mit Laub und Ästen o.ä. etwas tarnen.

In der obigen Konstruktionsskizze wurde die linke Seitenwand für schnellen und einfachen Zugang zum Kasten (für Kontrollen im Herbst) nur mit versenkbaren Nägeln verschlossen.

Überall dort, wo Kästen leicht von Fremden gefunden werden können, sollte davon abgewichen werden und zur Sicherheit verwendet man besser nicht die per Hand leicht zu entfernenden Nägel, sondern verschraubt die Seitenwand fest mit dem Kasten.

3.) Nistplatzkonkurrenz: In der näheren Umgebung eines Wiedehopfkastens hängt man weitere Singvogelkästen (v.a. auch für Star) auf, um Nistplatzkonkurrenz zu reduzieren.

4.) Sicherung vor Nesträuber: Aufgrund ihres Geruchs haben Wiedehopfbruten einen natürlichen Abwehr-mechanismus. Dennoch ist es sinnvoll, bei bodennaher Anbringung, die Dicke des Einflugbereichs zu erhöhen, durch z.B. Aufdoppelung oder zusätzliche Platten am Einflugloch (s. Fotobeispiele unten).

5.) Kleinklima: Bitte darauf achten, dass die Kästen nicht zu lange Zeiten in der direkten Sonne sind, ggf. Beschattung anbringen.

Tipps zur Kastenkontrolle

1.) Zu Beginn der Brutzeit sind Wiedehopfe extrem störempfindlich. Eine Kastenkontrolle oder auch nur eine Annäherung an den Kasten sollte möglichst unterbleiben bzw. aus der Ferne mit z.B. einem Spektiv erfolgen.

Zu späterem Zeitpunkt – wenn Junge gefüttert werden – reicht eine Geruchskontrolle am Einflugloch. Der Gestank der Wiedehopfbrut ist unverkennbar.

Mindestens einmal jährlich, am besten im Spätsommer / Herbst sollte der Kasten geöffnet und eine mögliche Besetzung kontrolliert werden. Ggf. überschüssiges Material (z.B. anderer Vogelarten) entfernen (s. Foto rechts) und ggf. grob mechanisch reinigen. Eine dünne Schicht an Streumaterial für die nächste Saison im Kasten lassen.

Foto: Klaus Bäuerlein re.:

Wagram 2017:

Einstreumatratze sollte hier bei der Herbstkontrolle reduziert und mechanisch grob gereinigt werden.

Nicht nur aus hygienischen Gründen -die Abstandhöhe zum Flugloch würde sich andernfalls zu sehr reduzieren (Gefahr für die Jungen).

Bsp. für Aufhängeort und günstige (niedrige) Aufhängehöhe

Foto: Klaus Brünner

Foto: Klaus Bäuerlein

Weitere Aufhängungsorte

Fotos:

Georg Knipfer

Beispiele aus Wagram / Österreich

Fotos:

Klaus Bäuerlein re.:

Wagram 2017:

unten Wiedehopf, oben Wendehals, beide gleichzeitig besetzt.

li.:

Anbringung bodennah an Boschung

Beispiele: Sicherung gegen Nesträuber

Fotos: Klaus Bäuerlein

WICHTIG:

Bei bodennaher Anbringung sollte die Wand am Flugloch gedoppelt bzw. mit zusätzlichem Aufsatz gegen Nesträuber gesichert werden.

Grundsätzlich aber gilt, dass der Wiedehopf sehr gerne bodennahe Nistkästen bezieht und dabei den Vorteil geringer Nistplatzkonkurrenz genießt.

Beispiel: Sicherung gegen Nesträuber

Ein auf dem Boden einer Böschung aufsitzender, gut versteckter Nistkasten.

Sicherung gegen Nesträuber in diesem Fall durch senkrechte Diele (5cm) plus Holzkastenwand (2,5 cm). Insgesamt 7,5 cm Einflugkorridor.

Foto: Manfred Eckenfellner

Kontakt

Landesbund für Vogelschutz Landesgeschäftsstelle Eisvogelweg 1 91161 Hilpoltstein

Thomas.Roedl@lbv.de Tel. 09174-4775-34 oder -35 mailto:Thomas.Roedl@lbv.de

Nesting Box for Hoopoe Construction manual

Front side

40 40

Left side (Hatch)

Air slots

Entering aid (bolt on bracket)

Measurments in mm

Back side

40 40

Air slots

Bore holes for assembling brackets (7 mm)

Sloped holes for hatch lock using plunged nails.

Left side (hatch)

Air slotsSloped holes for hatch lock (if hatch is to open by hand, bore holes have to be 0,5 mm wider, so nails can be removed easily in case wood will swell due to water contact).

General view

Entering aid (bolt on bracket)

Sloped plunged nail for easy opening of hatch.

(bore holes have to be 0,5 mm wider, so nails can be removed easily in case wood will swell due to water contact).

Back side sloped plunged nails to fasten hatch.

Air slots

Bore holes for assembling brackets (7 mm)

Back side with installation brackets

Left side

Inside

Inside must be dark wood.

Removable hatch - inside

Lower bracket rests on bottom plate.

Entry hole from inside with climbing aid

Slots at inside only.

Bottom view

Bottom plate slightly plunged (10mm)

Fotos: Klaus Bäuerlein

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